Technik verstehen: Was nutzt mein Kind eigentlich in der Schule?
Die Digitalisierung hält immer stärker Einzug in den Schulalltag. Für Eltern, die selbst nicht mit der aktuellen Technik aufgewachsen sind, kann diese Situation vielleicht manchmal wie ein Buch mit sieben Siegeln wirken - und das selbst dann, wenn die betreffenden Erwachsenen selbst privat oder im Büro auf IT zurückgreifen. Digitale Technik im Unterricht verstehen ist aber wichtiger denn je, um ein Kind optimal zu unterstützen und auf dem Weg zum erfolgreichen Schulabschluss zu begleiten. Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen, welche digitale Lernmittel in der Schule verwendet werden, welche Programme und Geräte Kinder im Unterricht nutzen und wie Sie als Elternteil einen guten Überblick bekommen. Mit unserem "Digitale-Bildung- Elternratgeber" möchten wir von OFFICE Partner Ihnen ein praktisches Hilfsmittel zur Orientierung an die Hand geben, die wichtigsten Begriffen und Anwendungen nennen und ganz allgemein das Technikverständnis für Eltern stärken.
Technik im Schulalltag - heute eine Selbstverständlichkeit!
Digitale Medien sind längst zum festen Bestandteil des Unterrichts geworden - nicht nur im Gymnasium, sondern oft bereits in den unteren Klassen der Grundschule. Ob Tablet, Laptop oder interaktive Whiteboards - viele Schulen nutzen heute moderne Technik, um den Unterricht abwechslungsreicher und effektiver zu gestalten. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend zusätzlich beschleunigt und darüber hinaus gezeigt, wie wichtig eine gute technische Ausstattung sein kann und wie wertvoll digitale Kompetenzen sind. Für den einzelnen Schüler bedeutet die Bereitstellung von IT in der Schule flexibles Lernen, selbstständiges Arbeiten mit digitalen Tools und eine gute Möglichkeit der Nutzung
vielfältiger Medien.
Was nutzen Kinder in der Schule wirklich?
Für Eltern ist es im Zusammenhang mit diesem Thema wichtig zu wissen: Was nutzen die Kinder in der Schule wirklich? Welche Geräte und Programme kommen zum Einsatz? Und wie können Mama oder Papa ihren Sohn oder ihre Tochter bei der Nutzung digitaler Medien sinnvoll unterstützen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, ist es unverzichtbar, sich zunächst über den Begriff "Digitale Lernmittel" in der Schule Klarheit zu verschaffen. Der Bereich der digitalen Lernmittel umfasst alle technischen Geräte und IT-Anwendungen, die im Unterricht oder beim Home-Schooling zum Einsatz kommen. Dazu zählen hardwareseitig in erster Linie Tablets, Laptops und interaktive Whiteboards. Während Tablets als leichte, mobile und vielseitige Mini-Computer für den Einsatz in Grund- und weiterführenden Schulen gleichermaßen geeignet sind, kommen Laptops vor allem ab der Mittelstufe und in Gymnasien zum Einsatz. Aufgrund ihrer technischen Gestaltung bieten sie mehr Leistung und Tastaturkomfort als ein Notebook und sind somit für ein breiteres Anwendungsspektrum geeignet. Interaktive Whiteboards (oft auch als "Smartboards" bezeichnet) ersetzen zudem immer häufiger klassische Kreidetafeln und ermöglichen auf einfache Weise die Durchführung interaktiver Unterrichtseinheiten. Neben den genannten Geräten kommt dann in Sachen Hardware mitunter auch eine Dokumentenkamera zum Einsatz, vor allem im Bereich der naturkundlichen Fächer, beispielsweise für das Live-Übertragen von Experimenten oder Objekten im
Physik- und Chemieunterricht.
Software und Apps in der Schule
Viele Eltern haben durch ihren Nachwuchs bestimmt schon den einen oder anderen Namen von schulischen Lernplattformen gehört. Um in Sachen "Lernplattformen Schule" den Überblick zu behalten, bedarf es allerdings guter Nerven, denn immer mehr Anbieter drängen auf den Markt und beteiligen sich mit ihren Software-Lösungen und Apps mehr oder weniger erfolgreich am digitalen Geschehen. Zu den wohl bekanntesten Produkten gehören nach wie vor Systeme wie Moodle, IServ, itslearning oder Schul.cloud. Diese Plattformen bündeln Materialien, helfen bei der Erledigung von Hausaufgaben und ermöglichen die Kommunikation mit den Lehrern.
Neben reinen Lernplattformen sind auch Office-Anwendungen wie Microsoft Office 365 oder Google Workspace zu nennen. Mit diesen Programmen wird das Erstellen von Texten, Präsentationen und Tabellen ermöglicht. Spezielle Lern-Apps (zum Beispiel für den Fachbereich Mathematik), Vokabeltrainer, Mindmapping-Tools und vieles mehr unterstützen ebenfalls das individuelle Lernen der Schüler. Und spezielle Literatur- und Deutsch-Software - wie etwa "Antolin" - hilft wirkungsvoll bei der Leseförderung. Welche Produkte bei Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter im Unterricht verwendet werden, ist natürlich individuell unterschiedlich. Spezielle Punkte und Rückfragen zur eingesetzten Schulsoftware erklärt Ihnen aber sicher gern der jeweilige (Fach-)Lehrer.
Wie wird die Technik im digitalen Unterricht genutzt?
Der digitale Unterricht kann ganz unterschiedlich aussehen und variiert je nach Schulform und pädagogischem Konzept. So gibt es einerseits Präsenzunterricht mit digitaler Unterstützung, in dem die Lehrer zum Beispiel interaktive Whiteboards nutzen, Videos zeigen oder die Schüler mit Tablets arbeiten lassen. Das sogenannte "Blended Learning" wiederum ist eine Kombination aus Präsenz- und Online-Lernen. Häufig läuft ein solcher Unterricht über Lernplattformen (s. oben). Schließlich gibt es dann noch den Fernunterricht ("Home-Schooling") mit Videokonferenzen (z. B. über Zoom, Teams oder BigBlueButton), um Aufgaben zu lösen oder mit den Lehrern zu kommunizieren. Wichtiger Punkt: Die Kinder lernen bei all dem nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch den Umgang mit der modernen Technik! Dies ist in unserer Zeit ein ganz bedeutsamer Bestandteil der Medienkompetenz und schafft gute Voraussetzungen für die spätere Berufsausbildung.
Überblick: Typische Anwendungen digitaler Technik und moderner Medien in der Schule
Im folgenden Überblick nennen wir Ihnen die häufigsten Anwendungen digitaler Technik und moderner Medien in der Schule:
- Lernplattform Moodle: Open-Source-Lernplattform mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten.
- Lernplattform IServ: Besonders in Deutschland weit verbreitet. Bietet viele Funktionen für die Schulorganisation.
- Lernplattform itslearning: Integriert viele Lernmaterialien und Tools.
- Lernplattform Schul.cloud: Moderne Plattform, die auch Chat- und Messenger-Funktionen für die Schule bietet.
- Schulsoftware Microsoft Office: Word, Excel, PowerPoint für die Erledigung vieler grundlegender Aufgaben wie Präsentationen oder Texterstellung bei den Hausaufgaben.
- Schulsoftware Antolin: Fördert die Lesekompetenz z. B. durch Quizfragen zu Büchern.
- Schulsoftware für Whiteboards: Ermöglicht es den Schülern, mit ihren Tablets oder Laptops direkt am Unterricht teilzunehmen.
Darüber hinaus gibt es dann noch verschiedene Apps für digitale Bücher und Arbeitshefte mit multimedialen Elementen wie Videos oder interaktiven Übungen, die das Lernen abwechslungsreicher gestalten.
So können Sie Ihre Kinder mit der Elternhilfe
"Digitale Schule" unterstützen
Wenn Sie angesichts der Vielzahl technischer Geräte und digitaler Lösungen in der Schule Ihrer Kinder zunächst jede Menge Fragezeichen über Ihrem Kopf haben, ist das ganz normal. Viele Eltern sind zunächst ein wenig unsicher, wenn es um neue Technologien im Schulalltag geht und es bedarf durchaus Zeit und Muße, sich aktiv mit den Geräten und Programmen auseinanderzusetzen. Manche Schulen bieten aus genau diesem Grund Einführungskurse oder Workshops speziell für Eltern an - nutzen Sie ruhig diese Möglichkeit! Mit Online-Tutorials für wichtige Programme (wie z. B. Microsoft Office oder der Lernplattform Moodle) können Sie sich ebenfalls Wissen im Umgang mit solchen Anwendungen verschaffen. Und bitten Sie neben all dem ruhig auch Ihren Sohn oder Ihre Tochter, Ihnen zu zeigen, wie er oder sie die schulischen Lernplattformen und Programme nutzt.
Praktische Tipps als Elternratgeber im Überblick:
- Haben Sie Geduld! Kinder sind digital oft versiert, brauchen aber trotzdem vielfach noch Unterstützung bei der Strukturierung und beim Zeitmanagement.
- Lernen Sie gemeinsam! Setzen Sie mit Ihrem Kind hin und schauen Sie sich die Hausaufgaben oder Dokumente auf der Lernplattform zusammen an.
- Nutzen Sie die Technik mit Sicherheitsbewusstsein! Sprechen Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter über Themen wie Datenschutz, sicheres Surfen und Cybermobbing.
- Schaffen Sie Ihrem Kind einen guten Lernplatz! Ein ruhiger, gut ausgestatteter Bereich in der Wohnung fördert das konzentrierte Arbeiten ungemein. Ermöglichen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter dies.
Technikbedarf zum Schulanfang: Was brauchen die Kinder konkret?
Die Ausstattung kann je nach Schule und Klassenstufe variieren, grundsätzlich jedoch gehören folgende Dinge heute meist zur Grundausstattung:
- Tablet oder Laptop (sofern die Schule keine Geräte stellt).
- Beispiel: iPad 9. Generation mit 256 GB Speicher oder HP EliteBook 645 G11 Notebook in 14 Zoll.
- Kopfhörer für Videokonferenzen oder Hörübungen.
- Beispiel: Bose QuietComfort SC Kopfhörer.
- Lade-Set und Powerbank damit die Technik immer einsatzbereit ist.
- Beispiel: hama Lade-Set 19,5W und Anker 737 Powerbank 24000 mAh.
- Schulsoftware (die Zugangsdaten zu Lernplattformen und Apps gibt es meist direkt von der Schule).
Zusätzliche Tipps rund ums Thema digitale Schule und
Technik im Unterricht
Auch wenn moderne Technik viel Lernmotivation schafft, sollte die Nutzung gut dosiert sein. Pausen und auch analoge Lernzeiten sind wichtig. Denken Sie daran und motivieren Sie Ihr Kind, sich regelmäßig für einige Minuten vom digitalen Lernort (zu Hause) zu entfernen und sich stattdessen aktiv zu bewegen. Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Regeln zur Nutzung digitaler Geräte auf und legen Sie darin fixe Lernzeiten fest. Hat Ihr Sohn oder Ihre Tochter Probleme mit der digitalen Technik, den Lernplattformen oder elektronischen Schulmedien generell? Dann nehmen Sie Kontakt zu den Lehrern auf und bitten Sie um Unterstützung. Manchmal gibt es auch schulinterne IT-Supports.
Fazit: Technik in der Schule verstehen: Ein Gewinn für Eltern und Kinder!
Die digitale Schule ist gekommen, um zu bleiben. Mit unserem kleinen Elternratgeber zur digitalen Bildung haben Sie einen Überblick über Technik, digitale Lernmittel und deren Verwendung in der Schule erhalten. Denken Sie daran: Das Verständnis der eingesetzten Technik und der genutzten Software ist der erste Schritt, um Ihr Kind bestmöglich zu begleiten. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, den Dialog mit Lehrern zu suchen und auch selbst mit den digitalen Tools zu experimentieren. Ein gutes Technikverständnis für Eltern ist heute genauso wichtig wie für die Schüler selbst - denn nur so kann der digitale Wandel in der Schule letztlich zu einem Erfolg für alle werden.




