Für Probleme die mit einem Laserdrucker oder Laserkopierer im Heimbereich oder im Büro auftreten hier einmal ein paar kleine Hilfestellungen, damit nicht sofort ein Techniker gerufen werden muss.
Probleme mit der Druckqualität
Sollte der Laserdrucker oder Laserkopierer eine fehlerhafte oder nicht genügende Druckqualität liefern, kann in diesem Bereich nach Lösungen Ausschau gehalten werden.
1. Problemlösung: Graue Streifen
Die Ursache dieses Fehlers liegt meistens an der Drucktrommel. Diese ist ein essentieller Bestandteil von Laserdruckern. Es handelt sich dabei um einen vorerst negativ geladenen lichtempfindlichen Zylinder. Ein Laser führt dann zu einer punktuellen Entladung auf der Drucktrommel, wodurch Licht entsteht. An den so entladenen Stellen haften nun die negativ geladenen Tonerteilchen an, sobald sich die Kartusche mit der Tonersubstanz daran vorbei bewegt. Bei der Berührung der Trommel mit dem Papier, werden diese durch Hitze und Druck fest auf das Papier gedruckt. Durch Lichteinstrahlung wird die negative Aufladung der Trommel wieder hergestellt, wodurch auch die letzten Reste der Tonerpartikel entfernt werden können. Bei mehrfarbigen Druckern braucht es mehrere solcher Drucktrommeln, die seriell geschalten sind.
Eine Drucktrommel hat aber keine unendliche Haltbarkeit. Die durchschnittliche Haltbarkeit kann beim Hersteller erfragt werden. Sie wird meistens mit einer gewissen Anzahl von Seiten angegeben. Dabei handelt es sich aber nicht um voll bedruckte Seiten, sondern um Seiten mit einer Flächendeckung von fünf Prozent. Deswegen kann sich die tatsächliche Haltbarkeit teilweise extrem von der angegebenen Haltbarkeit unterscheiden. Grundsätzlich kann man feststellen, dass die Haltbarkeit mit der steigenden Flächendeckung sinkt.
Eine interessante Information ist auch noch die Berechnung der fünfprozentigen Flächendeckung. Diese wird definiert als die Fläche, die gedruckt wird, wenn man ein großes „E“ 960 mal in der Schriftart Courier Front, Größe 12 Punkt auf eine Seite druckt.
Die grauen Streifen zeigen höchstwahrscheinlich an, dass die Drucktrommel schon verbraucht wurde, weswegen diese ausgetauscht werden muss. Um die tatsächliche Haltbarkeit zu ermitteln, kann man nach dem Einsetzen der neuen Trommel den Zählerstand ermitteln. Wenn die erreichte Seitenanzahl mit einer Trommel deutlich unter dem vom Hersteller angegebenen Wert liegt, und die tatsächliche Flächendeckung diesen Wert nicht erklären oder rechtfertigen kann, dann lohnt sich vielleicht eine Reklamation der Trommel beim Hersteller. Dabei sollte aber beachtet werden, dass auch eine lange Verbrauchszeit die Kapazität der Trommel herab setzen kann.
Wenn die Trommel zu schnell verbraucht wird, sollten unbedingt auch andere Ursachen für den schnellen Verbrauch derselben ausgeschlossen werden. So kann auch ein verunreinigter Abstreifer die Schäden an der Trommel verursachen. Dieser kann ganz einfach mit einem handelsüblichen Staubsauger gereinigt werden, wodurch verhindert wird, dass die Drucktrommel wieder innerhalb kurzer Zeit abgenützt wird und ausgetauscht werden muss.
Wenn das Problem nicht nur einen Tausch der Trommel behoben werden kann, muss ein Techniker ans Werk. Dieser wird dann zum Beispiel auch die Hoch- oder Niederspannungsversorgung kontrollieren.
2. Problemlösung: Hellere Streifen in Grauflächen
Besonders bei preisgünstigen Laserdrucken werden Grauflächen nicht gleichmäßig gedruckt, sondern sie weisen hellere Streifen auf. Diese Unregelmäßigkeiten sind maschinenbedingt und können in der Regel nur durch den Kauf eines qualitativ hochwertigeren Druckers behoben werden. Diese haben dieses Problem in der Regel nicht. Wenn es trotzdem vorkommt, deutet dies meist auf den baldigen Verbrauch der Drucktrommel hin, wodurch man sich darauf einstellen kann, dass diese bald ausgetauscht werden muss.
3. Problemlösung: Helle Streifen in Druckflächen
Wenn sich in der Druckrichtung helle Streifen abheben, dann ist dies der erste Hinweis darauf, dass der Toner bald zu Ende geht. Aber dies muss nicht unbedingt heißen, dass dieser auch sofort ausgetauscht werden muss, jedoch ist es sicher nicht schlecht, wenn man sich vorsichtshalber einen neuen bestellt oder besorgt.
Wie beim Einsetzen der neuen Kartusche, kann man auch jetzt die Tonerpartikel einfach aufschütteln. Bei Laserdruckern ist ja keine Flüssigkeit, sondern ein Pulver in den Kartuschen enthalten. Durch das Aufschütteln wird dieses wieder besser in der Kartusche verteilt, wodurch wieder an jeder Stelle der Kartusche genügend Tonerpartikel vorhanden sind, um ein einwandfreies Druckbild zu gewähren.
Das Aufschütteln sollte jedoch nicht allzu wörtlich genommen werden. Es handelt sich hierbei eher um ein vorsichtiges Wiegen, als um ein Schütteln. Da bei diesem Vorgang oftmals Tonerpartikel aus der Kartusche entweichen, sollte man etwas Papier unter diese legen, um eine Verunreinigung der Möbel oder wichtiger Dokumente zu verhindern. Wenn trotzdem etwas von dem Toner auf Textilien oder ähnliches, gerät, dann sollte man unbedingt zum Staubsauger greifen. Dieser kann die Partikel mühelos aus den Textilien entfernen. Ein Wischen würde nur dazu führen, dass sich die Partikel in die Textilien festsetzen, wodurch das Entfernen des Staubes nahezu unmöglich wird.
Diesen Vorgang kann man in der Regel bis zu drei mal wiederholen, um die Partikel in der Kartusche wirklich so gut wie möglich aus zu nutzen. Danach ist es aber endgültig notwendig die Tonerkartusche auszutauschen.
Eine solche Wiederbelebung sollte jedoch nicht bei Laserdruckern durchgeführt werden, die getrennte Kartuschen für Toner und Entwickler haben. Wenn nämlich im Entwickler-Toner-Gemisch zu wenig Toner ist, kann sich das auf die Magnetisierbarkeit des Entwicklers negativ auswirken, was unter anderem auch zu einer schlechteren Druck- oder Kopierqualität führt. Um diese Probleme dann zu beheben muss auch der Entwickler ausgetauscht werden, und dies ist in der Regel nicht gerade günstig. Man sollte den Toner in diesem Fall also möglichst bald wechseln, wenn sich die ersten Streifen zeigen.
Eine andere Ursache des Problems kann ein verschmutztes Korotron sein. Dies ist ein Draht, der beim Druckvorgang dafür sorgt, dass die Tonerpartikel auf die Drucktrommel aufgebracht werden können. Das Korotron sorgt nämlich für eine Ladung auf der Drucktrommel, die dann automatisch die negativ geladenen Partikel anzieht, welche schlussendlich auf das Papier gedruckt werden. Kleine Staubpartikel oder Flusen können das korrekte Aufladen der Drucktrommel verhindern, wodurch es zu den Streifen kommen kann. Besonders wenn man einige eher billige Papiersorten verwendet, kann es häufig zu diesen Verunreinigungen kommen. Für viele Drucker gibt es deswegen einen eigenen Korotron-Reiniger. Dies ist im wesentlichen ein kleines Filzteil, mit dem der Draht gereinigt werden kann. Man kann dies auch mit einem Wattestäbchen versuchen, dabei muss man aber sehr vorsichtig sein, damit der feine Draht nicht abreißt.
4. Problemlösung: Gleichmäßiger grauer Hintergrund
Bei einer staubreichen Umgebung des Druckers kann es zu einer Verschmutzung der Optik kommen. In diesem Fall muss das Gerät von einem Techniker gereinigt werden. Dies ist dann auch ein guter Grund sein, das Rauchen zumindest in dem Raum, in dem der Drucker steht zu reduzieren, denn auch das verschmutzt die Luft, und damit auch den Drucker.
Noch viel seltener als eine verschmutzte Optik führt ein verbrauchter Entwickler zu einem gleichmäßigem grauen Hintergrund. Der Entwickler wird dem Toner beigemischt, damit dieser zum Papier transportiert werden kann. Wenn er verbraucht ist, sich also nicht mehr gut genug magnetisieren lässt, muss er ausgetauscht werden. Dies kommt nur bei Druckern und Kopierern vor, bei denen Toner, Halbleiter-Trommel und Entwickler getrennt voneinander eingebaut sind. Bei allen anderen wird der ganze Apparat ohnehin mit jedem Wechseln des Toners ausgetauscht, wodurch solche Probleme äußerst selten auftreten.
5. Problemlösung: Gleicher Fleck in regelmäßigen Abständen
Manchmal kommt es vor, dass ein Fleck in regelmäßigen Abständen mehrmals auf das Papier gedruckt wird. Besonders wenn der Abstand zwischen zwei Flecken immer der gleiche ist, kann es sein, dass sich auf der Halbleiter-Trommel eine Verunreinigung befindet. Bei jeder Umdrehung der Trommel kommt dadurch ein Fleck auf das Papier. Zur Behebung dieses Problems kann man einfach die Drucktrommel ausbauen, und kontrollieren, ob man irgendeine Verunreinigung finden kann. Dafür einfach die Trommel einmal rund herum drehen. Eine Berührung der Trommel mit den Händen oder Fingern sollte man unbedingt vermeiden, um nicht weitere Schäden zu verursachen. Der Vorgang sollte auch so schnell wie möglich vor sich gehen, damit die Trommel optimal vor Licht geschützt werden kann. Der Schmutz auf der Trommel wird am besten mit einem sauberen und fuselfreien Tuch abgewischt. Auf keinen Fall darf dafür Reinigungsmittel verwendet werden. Besondere Vorsicht ist hier geboten, da eine Beschädigung der Trommel, wie Kratzer und ähnliches, sich auch dauerhaft auf das Druckbild auswirken kann. Diese Schäden können nur durch einen Austausch der Trommel wieder behoben werden. Und das kann das Budget schon belasten, denn Drucktrommeln sind in der Regel nicht sehr preiswert.
Wenn nach einer Reinigung der Fleck nach einiger Zeit wieder langsam auftritt, liegt es wahrscheinlich an einem so genannten Wischer, der normalerweise dafür sorgt, dass die Trommel sauber bleibt. Dieser kann dann relativ problemlos ausgetauscht werden.
Schlechter ist es, wenn sich der Schmutz auf der Fixierwalze befindet. Diese wird benötigt, damit die Tonerpartikel, die von der Trommel auf das Papier gedruckt worden sind auch dort bleiben. Sie fixieren den Tonerstaub am Papier, da sie die zwei Substanzen miteinander verschmelzen lassen, und so den Druck sogar wasserfest machen. Ohne diese Fixierung würde der Tonerstaub kaum am Papier haften bleiben, und stark verschmieren. Da die Fixierwalze meiste einen geringeren Durchmesser hat also die Drucktrommel, sind auch die Abstände zwischen den durch die Fixierwalze verursachten Flecken geringer, als bei Flecken, die von der Trommel verursacht worden sind. Dieses Problem kann kaum selbst behoben werden, sondern man muss einen Techniker bestellen. Es konnten zwar schon mit speziellen Walzenreinigungsmitteln und auch mit hochprozentigen Alkoholen gute Erfolge erzielt werden, aber es besteht hier trotzdem die Gefahr, dass man selbst mehr kaputt macht, als zu reparieren!
6. Problemlösung: Immer der gleiche Fleck auf jeder Kopie
Die einfachste und logischste Ursache dieses Problems ist natürlich, dass auch das Original schon den Fleck beinhaltet. Ohne Nachbearbeitung am Computer kann dieser deswegen nicht entfernt werden.
Natürlich kann sich der Fleck auch auf dem Vorlagenglas befinden. Besonders schwarze Flecken sind aufgrund des dunklen Hintergrundes nur schwer zu entdecken, und auch nicht leicht zu reinigen. Man kann daher vorsichtig mit dem Fingernagel über das Glas fahren, damit man die Struktur des Fleckes spürt, und ihn dann eben so vorsichtig mit einem weichen Tuch wegwischt. Danach sollte das Problem gelöst sein. Wenn das Problem weiterhin besteht, kann es natürlich auch sein, dass sich auf dem Vorlagenglas ein Kratzer befindet. Dies kann besonders beim Tragen von Ringen mit Diamanten oder unsachgemäßem Gebrauch sehr schnell passieren, und kann nur noch durch den Austausch des Glases behoben werden.
Bei großen Kopiergeräten kann sich der Fleck natürlich auch auf der Halbleiter-Trommel oder am Band befinden. Besonders wenn diese eine ganze Seite auf einmal aufnehmen können, wird der Fleck natürlich nur einmal auf die Seite gedruckt, weswegen die Ursache oft fälschlicherweise ausgeschlossen wird. Hier hilft eine sanfte Reinigung der Halbleiter-Trommel mit einem weichen und fuselfreiem Tuch. Wenn der Drucker mit einem Band funktioniert kann nur ein Techniker helfen, der das Band gänzlich ersetzt.
7. Problemlösung: Immer der gleiche Fleck auf jeder x-ten Kopie
Dies kann nur bei sehr großen Kopierern auftreten, die eine so große Halbleiter-Trommel oder ein so großes Band besitzen, dass mehrere Seiten gleichzeitig darauf abgespeichert werden können. Bei einer Halbleiter-Trommel ist es mit viel Glück nur eine Verschmutzung, die mit einem weichem und fuselfreiem Tuch abgewischt werden kann. Wenn es sich aber um eine Beschädigung der Oberfläche handelt, muss die ganze Drucktrommel ausgetauscht werden.
Wenn der Drucker mit einem Band funktioniert, dann hilft bei einem solchen Fehler nur der Austausch des Bandes durch einen Techniker.a