Das Problem: Ablenkungen machen Spaß!
Moderne Smartphones wie ein Samsung Galaxy S25 Ultra sind schnell genug, um alles zu schaffen, was von dem Gerät verlangt wird. YouTube, Instagram, diverse Spiele, TikTok und mehr sind immer nur einen kleinen Fingertipp entfernt - und sie machen meistens ganz einfach mehr Spaß als produktive Aufgaben wie Arbeiten und Lernen.
Dieser "Spaß" wirkt auf unser Gehirn leider sehr anziehend - denn wir möchten in der Regel lieber positive Emotionen empfinden als uns den negativen Schwierigkeiten des Lernens freiwillig hinzugeben. Vergleichbar ist dies mit der Wahl zwischen einem Stück Torte auf der linken Seite und einem Glas Wasser auf der rechten Seite. Wir wissen, was langfristig gesünder ist - doch viele Menschen würden trotzdem lieber zur Torte greifen. Eines der Hauptprobleme ist somit die sehr einfache Verfügbarkeit dieser Ablenkungen. Die radikale Methode besteht darin, diese "bösen" Apps einfach vom Smartphone zu entfernen. Das ist allerdings nicht immer einfach, YouTube beispielsweise ist als Google-App auf vielen Android-Smartphones fest verankert und kann nicht deinstalliert werden. Außerdem möchten Sie auf Spaß vielleicht nicht verzichten - er soll Sie nur nicht von produktiveren Aufgaben abhalten. Wir müssen uns also flexiblere Strategien einfallen lassen, um die Verwendung des Geräts für Sie zu verbessern.
Smartphone gegen Ablenkung absichern
Einfache Tricks können bereits helfen: Zuerst schauen Sie sich an, welche Apps Sie installiert haben und deinstallieren alles, was Sie nicht brauchen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art App es sich handelt. Denn: Sie alle senden Ihnen eventuell Benachrichtigungen, die Sie während einer Lernphase aus der Konzentration holen können. Möchten Sie produktiv lernen mit dem Smartphone, stehen diese Apps daher im Weg. Räumen Sie danach den Homescreen auf. Auf einem neuen iPhone 16 beispielsweise haben Sie sehr viel Platz für angepinnte Apps. Dort sollten Sie alle nicht produktiven Apps entfernen oder verschieben. Verwandeln Sie den zentralen Homescreen in einen Ort, der nur sinnvolle Apps enthält - wie Notizen, Lern-Apps, Kalender-Anwendungen, Verknüpfungen zu schulisch genutzten Ressourcen und so weiter. Typische "Spaß-Apps" verschieben Sie auf einen anderen Bildschirm. Wenn Sie das Smartphone nun in die Hand nehmen, sehen Sie zuerst immer diese Produktiv-Apps -
und nicht Instagram & Co.
Bitte nicht stören!
Praktisch alle modernen Smartphones, wie das preisgünstige Samsung Galaxy A55, verfügen heute über einen Nicht-stören-Modus. Aktivieren Sie ihn, werden Push-Mitteilungen und andere Benachrichtigungen deaktiviert. In der Regel können Sie diesen Modus an Ihre Bedürfnisse anpassen. So könnten Sie etwa die Nachrichten bestimmter Apps weiterhin zulassen - vielleicht bietet Ihre Schule eine eigene Lern-App, deren Nachrichten Sie empfangen möchten -, aber typische Ablenkungs-Apps blockieren. Bei digitalen Lernstrategien für Schüler ist dieser Tipp beliebt, da er jegliche externen Reize durch das Smartphone blockiert. In dieser Zeit nutzen Sie nur das, was für Sie gerade wichtig ist. Außerdem kann das Aktivieren dieser Option auch mental ein wichtiges Signal sein. Sie sagen sich selbst: Jetzt tippe ich auf Nicht-stören, jetzt beginnt also meine produktive Arbeit. Dieser leichte Trick kann bereits reichen, um Sie selbst psychisch in den richtigen Modus zu setzen.
"Digital Wellbeing" nutzen
Bei manchen Smartphones ist es eingebaut, bei anderen können Sie sie via App nachrüsten: Informationen zur Nutzungszeit von Apps. Viele Geräte führen diese Einstellungen unter Titeln wie "Digital Wellbeing", "Bildschirmzeit" oder ähnliche Begriffe. Darin finden Sie detaillierte Informationen darüber, welche Apps wie viel Zeit beanspruchen. So können Sie sich bewusst vor Augen führen, wie viel Zeit Sie mit unproduktiven Apps verbringen. Bei der Nutzung sehr vieler Apps können sich diese Zeiten schnell akkumulieren: Nur 15 Minuten in sechs verschiedenen Apps am Tag sind bereits 90 Minuten, die Sie für Spaß "verschwenden". In einer Woche sind dies rund zehn Stunden; im Monat 40 Stunden. Finden Sie, dass das einfach zu viel ist, können Sie sich Nutzungslimits setzen. Einige Apps, wie YouTube, haben diese Features bereits eingebaut. Öffnen Sie die App auf einem modernen Smartphone wie dem Xiaomi 14T Pro, werden Sie nach 23 Uhr daran erinnert, dass Sie eigentlich schlafen sollten. Zuletzt müssen Sie nur noch auf ein Detail achten: dass Sie sich auch an Ihre selbst gesetzten Limits halten und das Zeitmanagement auf Ihrem Handy beachten.
Die richtigen Apps machen den Unterschied
Damit Sie Ihr Handy fürs Lernen statt Zocken benutzen, benötigen Sie die passenden Apps. Verschiedene Kategorien sind dabei sinnvoll:
- Notizen sind immer wichtig, um Informationen nicht zu vergessen. Dafür gibt es Apps wie OneNote oder GoodNotes. Umfassendere Lösungen wie Notion sind noch besser und können ganze Schuljahre im Voraus planen - aber dafür ist die Einarbeitungszeit länger.
- Digitale Karteikarten können ebenfalls helfen - vor allem, wenn Sie im echten Leben gerne Karteikartensysteme nutzen, um zu lernen. Apps wie Quizlet oder Anki kommen dafür gut in Frage und laufen auf jedem Smartphone.
- Manche Schülerinnen und Schüler nutzen gerne Mindmaps, um sich in komplexere Themen einzuarbeiten. SimpleMind ist eine bekannte App aus dieser Richtung, die Ihnen helfen kann, verschiedene Komponenten eines Lernthemas abzubilden.
Eventuell können Sie außerdem Fokus-Timer-Apps ausprobieren, die ein wenig Gamification mitbringen. Dazu braucht es kein High-End-Handy, auch Geräte wie das etwa ein Jahr alte Galaxy S24 FE reichen aus. Forest beispielsweise ist eine App, mit der Sie am Smartphone Ihre Konzentration verbessern können. Aktivieren Sie die App, wächst ein kleiner digitaler Baum in einem vorher festgelegten Zeitrahmen - vielleicht eine Stunde. Stoppen Sie Ihre Lernstunde vorher, stirbt dieser Baum. Machen Sie weiter, gedeiht er. Zwar handelt es sich nur um einen digitalen Baum, doch kleine Elemente wie diese helfen Ihnen dabei, die Zielgerade zu visualisieren. Lernen kann anstrengend sein - doch, wenn Sie noch fünf Minuten durchhalten, ist der Baum fertig! Es klingt zwar banal, doch kleine Tricks wie diese reichen oft aus, um unserem Gehirn den letzten Push zu geben.
Lernroutinen anlegen und nutzen
Um Ihr Handy effizient zu nutzen und in der Schule voranzukommen, sind Routinen nützlich. Nehmen wir an, Sie besitzen ein
Motorola Edge 50 Pro. Nehmen wir auch an, dass Sie jetzt mit einer Lernphase beginnen möchten. In diesen Momenten kann
es sinnvoll sein, sich eine Routine zu erarbeiten. Diese könnte wie folgt aussehen:
1. Flugmodus bzw. Nicht-stören-Modus aktivieren.
2. Stift und Papier bereitlegen (oder ein digitales Äquivalent von Stift und Papier).
3. Optional vielleicht eine Fokus-Zeit-App öffnen.
4. Die eigentliche Lern-App öffnen und loslegen.
Erarbeiten Sie sich eine Routine, signalisieren Sie sich selbst, dass nun eine Lernphase beginnt und Spiele, Social Media & Co. nicht mehr relevant sind. Machen Sie dies nur ein einziges Mal, werden Sie eventuell noch keine Änderung feststellen. Wiederholen Sie diese Routine immer wieder, werden Sie jedoch Verbesserungen in Ihrem Konzentrationsvermögen feststellen. Ein wenig erinnert dies an Sport: Laufen Sie ein einziges Mal fünf Kilometer am Stück, wird dies Ihre Ausdauer kaum verbessern. Halten Sie sich an diese Routine über ein halbes Jahr, werden Sie jedoch deutliche positive Verbesserungen wahrnehmen.
Konzentrationshilfe statt Ablenkung
In manchen Fällen kann es helfen, das Handy nicht als Ablenkungsquelle zu betrachten, sondern es bewusst als Hilfe einzusetzen. Manche Personen lernen beispielsweise besser, wenn leise Musik im Hintergrund läuft. Dafür kann das Smartphone sehr gut geschaffen sein. Diese Tricks können helfen:
1. White Noise - Meeresrauschen, das Geräusch eines leisen Klassenraums inklusive Papierrascheln, Regen - kann helfen, die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten.
2. Playlisten mit Musik können ebenfalls praktisch sein - dann aber am besten rein instrumentale Musik. Texte sind für die meisten Menschen eine Ablenkungsquelle, denn dann hören sie oft bewusst hin und beschäftigen Ihren Kopf mit der Musik und nicht mit dem Lernstoff.

An alle modernen Smartphones - wie vielleicht an das Galaxy A56 5G - können Sie bei Bedarf auch Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung wie die Jabra Evolve2 75 anschließen. Diese reduzieren den Schallpegel auf fast null, sodass Sie von der Außenwelt nicht mehr viel mitbekommen. Ein Rasenmäher, der vor dem Fenster gerade einen Garten mäht, wird nur noch zu einem leichten Rauschen in Ihren Ohren - perfekt, wenn Sie sich konzentrieren möchten.
Besser lernen mit Disziplin
Smartphones können Lerntools für Schüler sein - oder Quellen der größtmöglichen Ablenkung. Wir haben Ihnen einige Tipps gezeigt, wie Sie das Handy gerade im Schul- und Universitätsalltag eher produktiv nutzen können. Allerdings liegt es natürlich in Ihrem Ermessen, diese Tricks nachträglich doch wieder zu ignorieren oder bestimmte Hilfsmittel auf Ihrem Handy zu deaktivieren. Damit wollen wir abschließend sagen: Ein wenig Eigendisziplin müssen Sie mitbringen oder sich antrainieren, denn sonst helfen alle guten Tipps und Ratschläge wenig. Fragen Sie sich daher im Zweifelsfall, was langfristig wichtiger ist und zu einem besseren Leben führen wird: Gut und konzentriert lernen zu können oder neue Katzenclips auf Instagram anzusehen? Beantworten Sie diese Frage korrekt, sollte es Ihnen leichter fallen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren.




