Egal ob ein Tintenstrahldrucker oder ein Tintenstrahlkopierer nur spärlich Zuhause eingesetzt wird oder praktisch im Dauereinsatz im Büro steht, man möchte dass er fehlerfrei funktioniert und hierfür ein paar Problemlösungen.
Probleme mit der Druckqualität
Sollte der eigene Tintenstrahldrucker oder der Tintenstrahlkopierer nicht die gewünschte Qualität liefern, können die folgenden Problemlösungen Abhilfe schaffen.
1. Problemlösung: Kein Druck einzelner Pixelzeilen
In so einem Fall ist meistens der Druckkopf verstopft. Dieser ist entweder fix im Gerät oder auch auf der Tintenpatrone montiert. Die Aufgabe des Druckkopfes ist es, die Tinte in kleinste Tröpfchen zerteilt auf das Papier zu bringen. Meistens kann das Problem durch eine Druckkopfreinigung behoben werden. Wie diese manuell gestartet werden kann, findet man im Druckerhandbuch.
Wenn der Druckkopf nicht auf der Tintenpatrone fixiert ist, sondern fix im Gerät eingebaut ist, kann man versuchen diesen auszubauen und eine Zeit lang in Isopropanol oder in reinem Isopropylalkohol einzulegen. Dieser Alkohol ist auch in der Tinte selbst vorhanden und kann die etwaigen Verkrustungen auf dem Druckkopf lösen. Es sollte aber keinesfalls Wasser verwendet werden, da dadurch der Druckkopf oxidieren könnte.
Wenn auch das keine Besserung bringt, hilft wahrscheinlich nur das wechseln des Druckkopfes. Wenn der Druckkopf auf der Tintenpatrone ist, kann auch dadurch angezeigt werden, dass der Füllstand sich dem Ende neigt.
2. Problemlösung: Dünne Striche quer über das Blatt (in Bewegungsrichtung des Druckkopfes)
Diese werden meistens durch eine Verunreinigung am Druckkopf verursacht. In dem Fall ist es am besten, wenn man diese entweder durch eine manuelle Druckkopfreinigung oder durch den Ausbau und die vorsichtige Reinigung mit Alkohol wieder sauber bekommt.
Es kann auch sein, dass das Kissen, auf dem der Druckkopf nach dem Ausschalten lagert, verschmutzt ist. Dieses soll verhindern, dass Tintenreste auf dem Druckkopf austrocknen. Deswegen fährt das Gerät jedesmal, wenn es korrekt heruntergefahren wurde, also nicht einfach von der Stromversorgung genommen wurde, in diese Ruheposition. In diesem Fall muss man das Kissen einfach austauschen, um wieder ein optimales Ergebnis erzielen zu können.
Um eine schnelle Verschmutzung des Kissens zu verhindern, kann man darauf achten, dass der Drucker nicht in einer sehr staubigen, oder verrauchten Umgebung steht. Auch staubarmes Druckerpapier kann die Verschmutzungen verhindern. Beim Papier kann man auch darauf achten, dass die oberste Seite nach einer langen Lagerung auch verstaubt ist. Diese entweder entfernen, oder den Staub wegwischen. Einfacher geht es, wenn man überhaupt versucht, nur so wenig Papier in den Drucker zu legen, wie in kurzer Zeit verwendet werden kann.
3. Problemlösung: Fotodruck auf Normalpapier liefert sehr schlechte Qualität
Manchmal möchte man ein Bild oder ein Foto einfach auf normalen Papier ausdrucken. Zum Beispiel, um zu sehen, ob die Farben gut wiedergegeben werden oder ähnliches. Dabei fällt manchmal auf, dass die Qualität sich verschlechtert wenn man von guter Qualität auf beste Qualität umstellt
Dies liegt darin, dass bei der besten Qualität oft automatisch angenommen wird, dass das ideale Papier für den Fotodruck, also Fotopapier eingelegt worden ist. Dieses Fotopapier hat eine besondere Beschichtung, und ist natürlich auch dicker. Dadurch wird die Farbe vom Papier ganz anders aufgenommen, als auf normalen Kopierpapier.
Man sollte deswegen die Einstellung auf gute Qualität herunterfahren, um die bestmöglichste Qualität auf dünnem Papier zu erreichen.
4. Problemlösung: Die Farben Rot, Blau und Grün fransen aus
Besonders bei Diagrammen oder anderen flächigen Farben kann auffallen, dass die Farben Rot, Blau und Grün besonders ausfransen, und die Konturen dadurch sehr unscharf wirken. Da diese Farben bei einem Drucker erst gemischt werden müssen, braucht man hierfür besonders viel Farbe. Die Volltonfarben setzen sich immer aus zwei Farben zusammen: Rot aus Magenta und Gelb, Grün aus Gelb und Cyan und Blau aus Cyan und Magenta. Die Nuancierungen der Volltonfarben werden über eine Beimischung der dritten Farbe realisiert.
Da so viel Tinte auf das Papier gebracht werden muss, erscheint der Druck ausgefranzt und unscharf. Die Lösung oder zumindest die Verbesserung des Problems ist die Verwendung eines speziellen Papiers für Tintenstrahldrucker.
5. Problemlösung: Verschwommene Bilder und Texte
Bei manchen Tintenstrahldruckern sehen die Texte und Bilder sehr verschwommen aus Das kommt daher, dass die Tinte in das Papier eindringt, und dort zerfließt. Abhilfe kann man schaffen mit speziellem Tintenstrahldrucker-Papier, welches mit Kreide beschichtet ist. Die Kreide bindet das Lösungsmittel, wodurch die Tinte nicht im Papier zerfließen kann. Die beste Lösung ist aber ein so genannten Glossy-Papier, welches mit einem speziellen Kunststoff beschichtet ist. Dieser verhindert das Eindringen der Tinte in das Papier. Die Tinte bleibt an der Oberfläche und zerfließt dort nicht!
6. Problemlösung: horizontale Linien werden versetzt gedruckt
Manchmal kommt es vor, dass zwar waagrechte Linien schön gedruckt werden, aber die horizontale Linie öfters unterbrochen und versetzt weiter gedruckt wird. Dies kann zwei verschiedene Ursachen haben.
Einerseits kann es daran liegen, dass man im Entwurfsmodus druckt. Dabei kommt die Tinte nicht nur aufs Papier, wenn der Druckkopf von rechts nach links über das Papier geht, sondern auch noch in der unteren Zeile, wenn der Druckkopf rückwärts, also von links nach rechts geht. Dadurch ist die Positionierung nicht ideal, weil der Druckkopf meist nur am linken Seitenrand genau platziert wird. Die Lösung des Problems liegt darin, dass man im Druckertreiber den Qualitätsmodus einstellt.
Wenn dieser schon eingestellt ist, dann druckt der Drucker zwar im unidirektionalen Modus, aber die Justierung scheint fehlerhaft zu sein. Irgendwo in den Druckereinstellungen kann man dann die Druckdüsen wieder neu ausrichten, wodurch das Problem gelöst sein sollte.
7. Problemlösung: Striche quer zur Druckrichtung
Besonders bei Umschlägen oder dickem Papier tritt dieser Fehler auf. Die Ursache dafür liegt darin, dass der Druckkopf für einen geeigneten Abstand von üblichem Papier justiert ist. Wenn dickeres oder doppeltes Papier eingegeben wird, verringert sich der Abstand natürlich, wodurch Streifen auf dem Papier entstehen.
Im mitgelieferten Handbuch findet man meistens einen Hinweis darauf, wie der Druckkopf für dickeres Papier justiert werden kann. Meist geschieht dies über einen Hebel, der den Abstand der Druckköpfe vom Papier vergrößert.