Tintenstrahldrucker sind die günstige Alternative für Wenigdrucker sowie die führende Technologie wenn es um den Ausdruck hochwertiger Grafiken und Fotos geht.
Geschichte des Tintenstrahldruckers Obwohl der Tintenstrahldrucker heutzutage die häufigste Druckervariante im privaten Bereich darstellt, lässt sich sein genauer Ursprung nicht genau datieren. Erste Bestrebungen auf dem Gebiet gab es aber schon Mitte der 60er Jahre. Diesen war jedoch wegen ihrer technischen Probleme nur mäßiger Erfolg beschieden. Nicht zuletzt aus diesem Grund zögerten viele Hardware- Hersteller damit, sich des Tintenstrahldruckers anzunehmen. Die technischen Probleme, die es bei der Nutzbarmachung des Tintenstrahldruckers gab, galten zu dieser Zeit noch weitestgehend als unüberwindbar. Von gewissen Ausnahmen abgesehen kann daher gesagt werden, dass der erste wirklich funktionsfähige Tintenstrahldrucker erst im Jahre 1979 auf den Markt kam. Ein gutes Beispiel dafür, dass die Technologie noch ein Jahrzehnt zuvor nicht zur genüge ausgereift war, ist der so genannte „Teletype Inktronic“, welcher im Jahre 1970 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. Dieser wurde vom US- amerikanischen Unternehmen - „The Teletype Corp Inktronic“ gefertigt und vertrieben. Beim Teletype Inktronic handelte es sich um ein Ausgabegerät, das lediglich über die Verbindung zum Monitor funktionierte, ohne am Computer selbst angeschlossen zu sein. Der Drucker verfügte über eine zusätzliche Tastatur, mithilfe derer die Druckoptionen eingestellt wurden. Angesichts der ohnehin sehr dürftigen Druckleistung, war diese aber weitestgehend belanglos.
Das größte Problem beim Teletype Inktronic war der Beförderungsvorgang der Tinte auf das zu bedruckende Medium. Die Entwickler fanden schlichtweg keine geeignete mechanische Methode, mit deren Hilfe es ihnen gelang die Tinte präzise auf das Papier zu bringen. So ging eine Vielzahl von Unannehmlichkeiten mit dem Druckbetrieb einher: Der Drucker verschmutzte sehr schnell und konnte daher nicht dauerhaft die gewünschte Qualität erbringen. Da es den Entwicklern letztlich nie gelang diese Probleme zu beseitigen, war an eine kommerzielle Nutzung des Gerätes nicht zu denken. Dieses Projekt entwuchs daher aufgrund unüberwindbarer technischer Hindernisse nie seinen konzeptionellen Kinderschuhen. Wer den Teletype Inktronic jedoch mit den heutzutage handelsüblichen Tintenstrahldruckern vergleicht, wird auf Anhieb erkennen, dass es einer langen Entwicklung bedurfte, bis es den Tintenstrahldruckern beschieden war die Welt zu erobern.
Denn während heutige Geräte kaum größer sind als ein gewöhnlicher Schuhkarton, war der Teletype Inktronic fast mannshoch und über einen halben Meter breit. Allein schon aufgrund seiner Dimensionen und der zwangsläufig damit verbundenen hohen Kosten, wäre an eine private Nutzung dauerhaft ohnehin nicht zu denken gewesen. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, war der Teletype Inktronic daher ein herber Rückschlag auf dem Weg zur Entwicklung des Tintenstrahldruckers. Doch trotz allen Misserfolgen war das Gerät dennoch dafür verantwortlich, dass man letztlich an der Vision des Tintenstrahldruckers festhielt. Fortan jedoch nahmen sich große Konzerne wie Canon und Hewlett-Packard des Problems an. Doch auch trotz ihrer technologischen Überlegenheit sollte es bis zur Fertigstellung des ersten funktionsfähigen Tintenstrahldruckers noch mehr als zehn Jahre dauern. Erst 1979 gelang es beiden Unternehmen unabhängig voneinander, das Prinzip des Tintenstrahldruckers technisch umzusetzen.
Obwohl wegen der beinahe gleichzeitigen Einreichung der Patente nicht gesagt werden kann, welches Unternehmen den modernen Tintenstrahldrucker letztlich erfunden hat, so lassen Verlautbarungen der Unternehmen selbst darauf schließen, dass es sich bei beiden Herstellern um Zufälle in der Entwicklung handelte, welche die Fertigstellung des Ausgabegeräts beschleunigten: So gibt Canon an, dass die Entwicklung des Tintenstrahldruckers auf einen Arbeitsfehler eines Mitarbeiters zurückzuführen sei. Dieser habe in einem achtlosen Augenblick einen Lötkolben auf einen Tintenbehälter fallen gelassen. Die aufgrund der Hitze heraus spritzende Tinte sei letztlich derart faszinierend gewesen, dass man beschlossen habe das Phänomen näheren Untersuchungen zu unterziehen.
Erst dieser Arbeitsunfall habe letztlich dazu geführt, dass es dem Unternehmen gelungen sei, die Tinte ohne Zuhilfenahme mechanischer Hilfsmittel, auf das Papier zu bringen. Gerade dieser Umstand sei der sprichwörtliche Knackpunkt bei der Entwicklung des Tintenstrahldruckers gewesen. Doch auch bei der Konkurrenz war es der Zufall, der maßgeblich seine Finger im Spiel hatte. Bei Hewlett-Packard beispielsweise sei eine gewöhnliche Kaffeemaschine die Inspiration für den Tintenstrahldrucker gewesen. Einem französischer Wissenschafter, der bei HP in Kalifornien beschäftigt war, gelang es erst durch die genaue Betrachtung der Funktionsweise einer Kaffeemaschine zu ergründen, wie man Flüssigkeiten dazu bringen konnte zu zirkulieren, ohne diese auf mechanischem Weg in Bewegung zu setzen. Er erkannte, dass eine Kaffeemaschine über ähnliche Düsen und Ventile verfügte, wie sie auch in der Entwicklung von Tintenstrahldruckern verwendet wurden. Dadurch wurden nicht nur die Druckköpfe fortan verändert, sondern gleichzeitig auch das gesamte Konzept, mithilfe dessen man die Tinte innerhalb der Patrone in Bewegung gebracht werden sollte. Das Unternehmen untersuchte daher die Möglichkeit, die Tinte mithilfe von Hitze auf das Papier zu befördern.
Das diesen Untersuchungen und Test Erfolg beschieden war, liegt aus heutiger Sicht natürlich weitestgehend auf der Hand. Ungeachtet der Unterschiedlichkeit beider Erzählungen, beinhalten diese doch eine Konstante: Hitze. Das Prinzip über die Verwendung von Hitze kam daher bei beiden Herstellern von Beginn an zum Einsatz. Weiters wird jedoch auch verdeutlicht, welchen Problemen sich die Ingenieure damals stellen mussten. Man neigt nämlich gerade heutzutage vielleicht dazu zu verkennen, dass es sich bei jedem Tintenstrahldrucker um ein hochkomplexes und ebenso sensibles Gerät handelt – ein wahres Wunderwerk der Mikrophysik. Denn letztlich laufen die meisten der für den Druckvorgang entscheidenden Prozesse im Druckkopf ab. Dieser ist derart klein, dass man mit freiem Auge unter Umständen gar nicht dazu in der Lage ist, die genaue Mechanik zu erkennen, die es einem heutzutage ermöglicht, eigene Dokumente, Bilder und sogar Photos zu drucken. Fortan ging die Entwicklung der Tintenstrahldrucker mit großer Geschwindigkeit voran.
Gleich zu Beginn dieses Prozesses kristallisierten sich jedoch bereits zwei völlig verschiedene Druckmethoden heraus: Die der CIJ- Drucker (Continuous Ink Jet), sowie die der so genannten DOD- Drucker (Drop On Demand). Der wesentliche Unterschied dieser zwei Druckmethoden besteht darin, dass beim CIJ- Drucker ständig ein konstanter Tintenstrahl aus dem Druckkopf kommt und dass die überflüssige Tinte erst mithilfe eines elektrischen Ablenkmoduls abgeführt wird. Diese abgeführte Tinte wird wiederum zurück in das Innere der Patrone befördert. Beim DOD- Drucker hingegen, verlässt stets nur so viel Tinte den Druckkopf, wie auch dem zu bedruckenden Medium auch tatsächlich gebraucht wird. Während CIJ- Drucker heutzutage beinahe ausschließlich in der Industrie genützt werden, erfreuen sich die DOD Drucker beinahe in allen Lebensbereichen hoher Beliebtheit. Doch mehr zu diesem Thema bei: Funktionsprinzip des Tintenstrahldruckers